Über Jahre hinweg haben falsche Polizisten vor allem im Großraum Wien, aber auch in anderen Gegenden Österreichs, in deutschen Großstädten und in den Beneluxstaaten ältere Frauen um ihr Erspartes erleichtert. Jetzt legten – echte – Ermittler des Wiener Landeskriminalamtes (LKA) der Bande das Handwerk. Als Haupttäter wurde ein etwa 35-jähriger türkischer Staatsbürger ausgeforscht.

Der Mann selbst ist allerdings nicht greifbar, weil er sich in seiner Heimat aufhält und daher trotz aufrechtem europäischen Haftbefehl nicht gefasst werden kann. Ende Juni wurden aber seine Mutter und seine Schwester in der Bundeshauptstadt festgenommen. Wie Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl, der stellvertretende LKA-Leiter Michael Mimra und der stellvertretende Leiter des Ermittlungsbereichs im LKA, Dietmar Berger, am Dienstag ausführten, ist seit diesen Festnahmen aber kein derartiges Delikt mehr registriert worden.

Zuvor war die Bande überaus aktiv: Den Tätern wurden 200 vollendete Delikte mit einem Schaden von zumindest 4,5 Millionen Euro und dazu 500 weitere Betrugsversuche nachgewiesen. Die Polizei geht aber davon aus, dass die Dunkelziffer bedeutend höher liegt. In Einzelfällen ging es um bis zu 300.000 Euro Schaden.

Der Hauptverdächtige ist türkischer Staatsbürger, der in Wien Germanistik studiert und sich ursprünglich als Taxilenker etwas dazuverdient hatte. Dabei dürfte er den Ermittlern zufolge die Kontakte geknüpft haben, die es ihm ermöglichten, das kriminelle Business aufzuziehen.

 

Quelle: https://www.krone.at/2213266

Von admin

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