Das Bundesheer muss neue Hubschrauber kaufen. Eine Millionen-Anschaffung des Verteidigungsministeriums, bei der diesmal alles supersauber laufen soll. Die Fehler des Eurofighter-Deals, wo erhebliches Schmiergeld geflossen ist, wolle man nicht wiederholen. Doch plötzlich taucht bei einem der Anbieter erneut eine PR-Agentur auf.

Drei Hubschrauber-Firmen rittern derzeit um einen gewaltigen Auftrag des Bundesheeres, um mehrere Hundert Millionen Euro muss ein Teil der alten Helikopterflotte erneuert werden: Die US-Firma Bell, das belastete Konsortium Airbus und der italienische Hersteller Leonardo bieten dabei ihre Produkte an, es geht um kolportierte 18 Stück moderner Mehrzweck-Hubschrauber – zwölf für den Einsatz, sechs für die Schulung.

Heimische Agentur beauftragt
Doch ausgerechnet beim Favoriten der Militärs – dem AW169 von Leonardo aus Italien – ist nun bekannt geworden, dass die heimische PR-Agentur P8 mit „Medienarbeit“ betraut wurde. Die P8 gehört Georg Hofherr, in Salzburg führt Anton Santner die Geschäfte – beide mit früherer Nähe zu den ÖVP-Landesparteien in Tirol und Salzburg. „Wir leisten seit sechs Jahren Medienarbeit für Leonardo“, bestätigte Santner auf „Krone“-Nachfrage. Dabei gehe es um Marktbeobachtung und die Übersetzung von Medienberichten für den italienischen Konzern. Mit politischer Einflussnahme wolle man nichts zu tun haben, es handle sich um ein Mandat von wenigen Mannstunden im Monat. „Und mit der ÖVP habe ich seit acht Jahren nichts zu tun“, ergänzt Santner.

 

Quelle: https://www.krone.at/2212675

Von admin

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